Rekonstruktion der über hundert Jahre alten Schaufelräder der Belle-Époque-Schiffe: eine technische und denkmalpflegerische Herausforderung für die CGN
Nach mehr als einem Jahrhundert im Einsatz werden die Schaufelräder der Belle-Époque-Schiffe der CGN derzeit schrittweise ersetzt.
Artikel automatisch aus dem Französischen übersetzt – Ein umfangreiches Projekt, das vor mehreren Wochen auf der Vevey begonnen hat. Diese symbolträchtigen Bauteile haben im Laufe der Jahrzehnte beeindruckende Distanzen zurückgelegt: Allein jene der Vevey summieren sich auf mehr als 3,2 Millionen Kilometer auf dem Genfersee.
Eine derart lange Lebensdauer bleibt nicht ohne Folgen. In den vergangenen Jahren zeigten sich zunehmend Verschleisserscheinungen, mit einem markanten Vorfall im Juni 2023: Zu Beginn der Saison versagte eines der Schaufelräder der Vevey, was zur Stilllegung des Schiffes führte. Die CGN erklärte damals, dass die Schaufelräder ihrer Belle-Époque-Flotte unter einem extremen Alter litten.

Eines der neuen Schaufelräder für die Vevey – Foto CGN
Schaufelräder trotz Restaurierungen im Originalzustand belassen
Obwohl mehrere Einheiten in den letzten Jahren restauriert wurden, blieben ihre Schaufelräder original. Besonders ausgeprägt ist diese Situation bei der Vevey und der Italie, die über einen diesel-elektrischen Antrieb verfügen und dadurch intensiver genutzt werden, insbesondere im Winter. Ihr Ersatz war für die Reederei daher naheliegend. Allerdings galt es zunächst, die notwendigen Kompetenzen zu finden, um diese Räder originalgetreu und denkmalgerecht zu rekonstruieren.
Als zentrale Elemente des Antriebs gehen diese Räder mit einem Durchmesser von über vier Metern weit über eine rein mechanische Funktion hinaus. Sie verkörpern ein heute in der Schweiz selten gewordenes industrielles Know-how aus dem frühen 20. Jahrhundert, das Gießerei, Schmiedekunst und Warmnieten vereint. Historische Verfahren, die unbedingt bewahrt werden müssen, um die Authentizität dieser unter Denkmalschutz stehenden Schiffe zu gewährleisten.

Vorbereitung des neuen Schaufelrads – Foto CGN
Die Komplexität dieser Bauteile geht jedoch noch weiter: Es handelt sich nicht um einfache starre Räder. Die Schaufeln (Paddel) sind selbst beweglich gelagert, um einen optimalen Eintrittswinkel ins Wasser zu ermöglichen.
Ein Netzwerk spezialisierter Unternehmen, koordiniert aus Lausanne
Die CGN hat die technische Leitung des Projekts daher dem Lausanner Unternehmen NRCtech SA, ansässig im EPFL Innovation Park, übertragen. Dieses koordinierte ein Netzwerk spezialisierter Firmen. Die Naben, zentrale Elemente der Räder, wurden von Bunorm AG in Aarwangen gefertigt, während die Metallkonstruktion von Scheider Stahlbau AG in Rapperswil-Jona ausgeführt wurde. Die Endmontage erfolgte nach dem traditionellen Verfahren des Warmnietens.
Die Vevey ist damit das erste Schiff der Flotte, das mit neuen, denkmalgerecht rekonstruierten Schaufelrädern ausgestattet ist. Das zweite Rad wurde Mitte März mithilfe eines 50-Tonnen-Krans installiert – eine auf dem Genfersee bisher einmalige Operation, die mit millimetergenauer Präzision durchgeführt wurde.

Installation des neuen Schaufelrads auf der Vevey – Foto CGN
Das nächste Schiff, das von diesem umfangreichen Programm profitieren soll, ist die Italie, gefolgt wahrscheinlich von der Simplon im Rahmen ihrer umfassenden Restaurierung. Insgesamt plant die CGN, in den kommenden Jahren vierzehn Schaufelräder innerhalb ihrer historischen Flotte zu ersetzen, wobei jedes Schiff jeweils vier bis fünf Monate außer Betrieb genommen wird.
Ein Großprojekt, das Teil der neuen Strategie der Gesellschaft ist, die verstärkt auf eine präventive Instandhaltung setzt.

Anheben des Schaufelrads – Foto CGN