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  • L'ACTU DES VAPEURS

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Die «Montreux» kollidiert in Genf mit Booten: Ein Vorfall, der an weitere jüngste Ereignisse in der Schweiz erinnert

Das Dampfschiff «Montreux» hat am Freitag bei einem Anlegemanöver in der Genfer Rade mehrere Freizeitboote gerammt. Der Vorfall ereignete sich gegen 14:30 Uhr an der Anlegestelle Mont-Blanc, als das Schiff gerade eine «Geneva Tour» beendete.

Die Montreux am Quai du Mont-Blanc in Genf am 14. Dezember 2025 © Bateaux vapeur suisse

Artikel automatisch aus dem Französischen übersetzt Nach ersten Angaben der Compagnie Générale de Navigation (CGN) könnte die «Montreux» Opfer eines Übertragungsfehlers zwischen Steuerstand und Maschine geworden sein, wodurch das Schiff nicht mehr gestoppt werden konnte. Dies erklärte Vincent Pellissier, Generaldirektor der CGN, im Mittagsjournal der RTS am Samstag.

Das Belle-Époque-Dampfschiff konnte nicht korrekt anlegen und setzte seine Fahrt noch einige Meter fort, bevor es gegen den Quai prallte. Dabei wurden mehrere Freizeitboote beschädigt. Mit seinem Bug stiess die «Montreux» zudem gegen einen Steinblock auf dem Quai, der daraufhin die Treppe zu den öffentlichen Toiletten hinunterfiel.

Derzeit läuft eine Untersuchung, um die genauen Umstände des Unfalls zu klären.

Ein technischer Defekt als Ursache

Laut CGN-Direktion habe eine Übertragungskarte nicht funktioniert, was zu diesem Kommunikationsproblem zwischen Brücke und Maschine geführt habe. Der Direktor der Gesellschaft erklärte, es handle sich um einen technischen Defekt, der rasch behoben werden müsse – insbesondere, da dasselbe System auch auf anderen Dampfschiffen der Flotte verbaut ist.

Die «Montreux» weist ihrerseits nur leichte Schäden auf, hauptsächlich am Bug. Ein historischer Anker ging bei dem Vorfall ebenfalls verloren und muss geborgen werden. Verletzt wurde jedoch niemand.

Das Dampfschiff wird vorübergehend durch das Motorschiff «Lavaux» ersetzt, das die Fahrten ab Genf mit reduzierter Kapazität übernimmt. Wie lange die Reparaturen dauern werden, ist derzeit noch unklar.

Ähnliche Vorfälle auf Schweizer Seen

Auch wenn die genauen Umstände noch untersucht werden, ist ein solcher Vorfall in der Geschichte der Schifffahrt auf Schweizer Seen nicht einzigartig. Trotz der Erfahrung der Besatzungen kam es in über zwei Jahrhunderten Dampfschifffahrt immer wieder zu Zwischenfällen.

Zu den jüngeren Beispielen gehört der Dampfer «Simplon», der am 14. November 2007 ebenfalls den Quai Mont-Blanc in Genf rammte. Laut einem Artikel der Tribune de Genève vom 15. November 2007 war ein aussergewöhnliches technisches Problem die Ursache: Die Dampfmaschine war aufgrund einer besonderen Stellung der Pleuelstangen plötzlich zum Stillstand gekommen. Unter dem Einfluss der Bise konnte das Schiff den Aufprall nicht vermeiden und beschädigte eine Quai-Barriere. Der Bug wurde beschädigt, der Schaden auf rund 50’000 Franken geschätzt.

Der Dampfer «Simplon» in Reparatur nach dem Vorfall von 2007 in Gene
Par Rama — Travail personnel, CC BY-SA 2.0 fr, Lien

Auch andere Dampfschiffe waren in den letzten Jahren in ähnliche Vorfälle verwickelt. Im August 2023 kollidierte der Dampfer «Neuchâtel» auf der Thielle bei Yverdon mit fünf festgemachten Booten. Der Unfall ereignete sich beim Ablegen in Richtung Grandson und führte zu einer Verspätung von rund 30 Minuten auf der Strecke Estavayer-le-Lac – Neuchâtel, ohne dass jemand verletzt wurde.

Die LNM verwies anschliessend auf die geringe Breite des Kanals, der teilweise durch Boote in der Nähe der Anlegestelle blockiert war. Zudem wurde die geringe Wassertiefe als möglicher Faktor genannt, da sie einen Sogeffekt verursachen kann. Seit diesem Ereignis legt die «Neuchâtel» in Yverdon nicht mehr an, bis mögliche Anpassungen am Quai und eine Vertiefung des Thielle-Kanals umgesetzt werden.

Kollision zwischen zwei Dampfschiffen auf dem Vierwaldstättersee

Ein seltenerer Vorfall ereignete sich am 19. August 2016 um 13:35 Uhr auf dem Vierwaldstättersee. Die beiden Dampfschiffe «Unterwalden» und «Schiller» der SGV kollidierten im Luzerner Seebecken. Verletzt wurde niemand. Die «Unterwalden» erlitt Schäden am Bug, konnte den Betrieb jedoch zehn Tage später wieder aufnehmen. Der Sachschaden belief sich auf rund 200’000 Franken.

Der beschädigte Bug des Dampfschiffs «Unterwalden» nach der Kollision mit der «Schiller» am 19. August 2016 in Luzern.
Photo : Kantonspolizei Luzern (Handout), 19 août 2016

Eine von einem Leser aufgenommene Videoaufnahme zeigt den Moment der Kollision zwischen den beiden Dampfschiffen auf dem Vierwaldstättersee.
🎥 Video auf 20 Minuten ansehen

Die Untersuchung ergab ein Softwareproblem im Steuersystem. Zwei Steuerbefehle waren nahezu gleichzeitig von unterschiedlichen Steuerständen gesendet worden, wodurch eine schnelle Kurskorrektur verhindert wurde. Das System führte weiterhin den zuerst gegebenen Befehl aus, selbst als ein zweiter zur Korrektur gesendet wurde.

Nach dem Unfall wurde die Steuerungssoftware auf der «Unterwalden» sowie auf weiteren betroffenen Schiffen angepasst, um ein solches Szenario künftig zu verhindern.

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